Backflipping

Beim Backflipping-Syndrom handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die hauptsächlich Hybriden betrifft. Der Hamster fällt hintenüber oder schlägt Salti, oft wirken die Tiere in ihren Bewegungsabläufen unkoordiniert oder tollpatschig, sie laufen etwas „unrund“, manche halten den Kopf schief. Diese neurologische Erkrankung ist nicht heilbar, es lassen sich durch äußere Umstände nur die Symptome lindern.

Das Backflipping-Syndrom kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In besonders starken Fällen fallen die Tiere permanent um, ein normales Geradeauslaufen ist kaum möglich. Bei weniger starker Ausprägung fallen die Tiere nur bei großer Aufregung oder in bestimmten Situationen um, z. B. wenn sie sich aufrichten und auf die Hinterbeine stellen.

Grundsätzlich sollte immer tierärztlich abgeklärt werden, ob es sich tatsächlich um das Backflipping-Syndrom oder ggf. auch um eine Otitis (also eine Ohrenentzündung), die ebenfalls zu Gleichgewichtsproblemen führen kann, handelt.

Die Haltung eines Backflippers unterscheidet sich in der Art von der „normalen“ Haltung, als dass das Gehege möglichst eben gestaltet sein muss. Auf Ebenen, Erhöhungen und Klettermöglichkeiten sollte verzichtet werden, so dass der Hamster nicht tief fallen kann.

Für einen Backflipper darf das Gehege genauso groß sein wie für einen Hamster ohne Einschränkungen, es sollte allerdings mit sehr vielen Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein, so dass es keine großen freien Laufflächen gibt. Der Hamster kann sich so besser orientieren und wird schnell gebremst, wenn er umfällt.

Stress und Aufregung begünstigen die Symptome, so dass es für einen Backflipper besonders wichtig ist, dass er zur Ruhe kommen kann: Die Gehegeeinrichtung sollte nicht verändert werden, auf Auslauf wird verzichtet. Durch viel Ruhe und ohne Stress bessern sich die neurologischen Ausfälle oft stark.

Abhängig von der Schwere der Symptome kann ein Backflipper grundsätzlich ein ganz normales Leben führen, sofern auf die besonderen Bedürfnisse eingegangen wird. Bei besonders starken neurologischen Ausfällen, die sich auch durch viel Ruhe nicht bessern, ist abzuwägen, ob das Leben für den Hamster noch lebenswert ist. Ggf. ist dann gemeinsam mit einem hamsterkundigen Tierarzt über eine Euthanasie nachzudenken.

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